Am Donnerstag, 9. Juli, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Grundschule Fridolfing gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elisabeth Leitner, der Schulbegleitung Eva Weber sowie einigen Mamas und einem Opa nach dem Unterricht auf den Weg nach Neukirchen bei Teisendorf. Treffpunkt war der Waldparkplatz Lochmühle am Fuße des Teisenbergs.
Nachdem sich alle Kinder und Erwachsenen mit Rucksäcken und Wanderstöcken ausgerüstet hatten, begann der Aufstieg. Zunächst führte der Weg über eine Forststraße, bevor die jungen Wanderer durch den Wald weiter bergauf stiegen und einen kleinen Bach überquerten, der derzeit nur wenig Wasser führte. Nach einer kurzen Brotzeitpause ging es mit neuer Kraft weiter. Unterwegs boten sich immer wieder herrliche Ausblicke ins Tal, auf den Chiemsee, den Waginger und Tachinger See sowie bis nach Österreich.
Nach der „Panoramakurve“ mit Blick in Richtung Heimat folgte die anspruchsvolle Schlussetappe durch den Wald, die die Kinder bestens meisterten. Nach knapp zwei Stunden Gehzeit – inklusive Brotzeitpause – wurden alle mit einem atemberaubenden Panoramablick über die Almwiesen belohnt. Die Aussicht reichte bis nach Salzburg sowie auf Untersberg, Hochstaufen und Zwiesel und bot einen beeindruckenden Blick auf die bayerische und österreichische Bergwelt.
Auf der Stoißer Alm, die auf dem 1.334 Meter hohen Teisenberg liegt, durften die Viertklässler zunächst die Alm erkunden und sich von der Wanderung erholen, bevor sich jeder einen Platz im Schlaflager sichern konnte. Bei einer gemeinsamen Almbrotzeit und köstlichem Kaiserschmarrn als Nachspeise ließen es sich die Wanderer anschließend gut gehen.
Später nahmen alle ihr Alm-Liederheft zur Hand und sangen mit großer Begeisterung verschiedene Lieder, die sie zuvor mit Frau Leitner im Musikunterricht eingeübt hatten. Bei Einbruch der Dunkelheit stand schließlich eine kleine Nachtwanderung zum Gipfelkreuz des Teisenbergs auf dem Programm. Von dort aus bot sich ein wunderschöner Blick auf den Chiemsee im Abendrot sowie auf das Lichtermeer der Stadt Salzburg. Die Kinder genossen die besondere Stimmung und lauschten der Stille, die lediglich vom Läuten der Kuhglocken unterbrochen wurde.
Zurück auf der Alm machten es sich die jungen Wanderer im Matratzenlager gemütlich, und schon bald kehrte Nachtruhe ein. Früh am nächsten Morgen hieß es, rasch aufzustehen, um den beeindruckenden Sonnenaufgang zu erleben, bevor vor herrlicher Bergkulisse gemeinsam gefrühstückt wurde.
Ehe die Gruppe den Rückmarsch antrat, wurden die Rucksäcke gepackt sowie das Schlaflager sorgfältig aufgeräumt und gekehrt. Mit einem herzlichen „Servus und danke!“ verabschiedeten sich die Kinder von den Sennerinnen, die die Schulgruppe während des Aufenthalts bestens versorgt hatten. Anschließend machten sich alle auf den Heimweg – im Gepäck viele schöne Erinnerungen an einen unvergesslichen Abschlussausflug.
Ein herzliches Vergelt's Gott gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass die Almübernachtung zu einem so besonderen Erlebnis wurde. Ebenso bedankt sich die Klasse beim Schulförderverein für die großzügige finanzielle Unterstützung!
Elisabeth Leitner