Nach knapp einem dreiviertel Jahr Zwangspause wegen Corona gibt es nun endlich wieder Blasmusik in der Bläserklasse. Zeit, diesen musikalischen Unterricht einmal vorzustellen, meint Lehrer Franz Thaller.
Er erzählt: „Wir hatten einen enorm großen Zulauf in beiden Bläserklassen. In den 3 .Klassen waren es 20 Schüler, in den 4. Klassen 19. Das ist schon toll.“ Die Verteilung der Instrumente fände immer bereits im vorherigen Schuljahr statt, so Thaller. In den 2. Klassen bekämen die Kinder die Instrumente vorgestellt und dürften dann ihr Wunschinstrument angeben. Zur Auswahl in den 3. Klassen standen im letzten Jahr fünf Querflöten, fünf Klarinetten, zwei Saxophone, vier Trompeten, zwei Tenorhörner und zwei Posaunen. Bei den Viertklässlern stand zusätzlich eine Tuba zur Auswahl. Thaller erklärte, dass die Aufteilung und Verteilung der Instrumente unter Berücksichtigung der Wünsche bisher sehr gut funktioniert habe. Nur in Einzelfällen habe es Gespräche gegeben, wenn ein Wunschinstrument nicht mehr zur Verfügung stand. Doch eigentlich finde sich immer ein guter Kompromiss, so Thaller.
Pro Jahr fänden drei bis vier Auftritte statt. Auch in diesem Jahr seien wieder welche geplant, eines in der Weihnachtszeit, ein Frühjahrskonzert zu Ostern und ein Abschlusskonzert. „Aktuell findet der Bläserklassenunterricht in der alten Turnhalle der OGT statt, da man hier den geforderten Abstand von zwei Metern einhalten kann. Die Kinder sind mit viel Begeisterung und Freude bei der Sache,“ freut sich Thaller.
Das Projekt „Bläserklasse“ laufe immer über zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Musikschule "FIT IN music". Hier haben Schüler einmal am Nachmittag Unterricht in einer Kleingruppe. Und das sei sehr wichtig, denn die Grundlage der Bläserklasse sei es, dass alle Kinder zu Beginn auf dem gleichen Stand seien. „Sie Kinder sind alle quasi bei null und sie erlernen die Instrumente alle neu. Und bald sind Fortschritte zu erkennen. Die Kinder können sich die Instrumente für zwei Jahre kostenfrei ausleihen. Herzlichen Dank für die äußerst großzügige Finanzierung und Unterstützung der Gemeinde Fridolfing, die auch gerne bereit war, das Inventar aufgrund der großen Nachfrage aufzustocken!“ Laut Thaller bezuschusse die Gemeinde auch die Kosten für den Kleigruppenunterricht bei der Musikschule. Die Bläserklasse sei eine wertvolle Erfahrung für die Kinder und leiste zudem einen guten Beitrag für örtliche Blaskapellen und deren Nachwuchsarbeit, da viele Jungmusiker nach dem Ende der beiden Jahre so begeistert seien, dass sie weitermachen würden.
Ramona Oswald